Über Toivo

Über Toivo – oder warum ich mich für diesen Deckrüden entschieden habe
 
Um die Brillianz dieser Verpaarung auf den Punkt zu bringen, muss ich in der Geschichte ein bisschen zurückblättern....
 
Seit ich mit meinem ersten Retriever aus dem DRC, einem Golden, mit der intensiveren Hundeausbildung begonnen habe, stand mir die jetzige Deckrüdenbesitzerin Nina Leino immer mit Rat und Tat zur Seite. Damals noch in Begleitung ihres Rüden Ryan, dem Onkel von Toivo. Unsere Wege haben sich seitdem immer wieder gekreuzt, sowohl privat als auch hundetechnisch. Ihr habe ich auch den Wechsel vom Golden zum Labrador Retriever zu verdanken. Nina stellte den Kontakt zu Adrian Lunn her und Flake zog mit eineinhalb Jahren bei uns ein.
 
Ein halbes Jahr zuvor holte sich Nina von Birgitta Staflund-Wilberg den kleinen Toivo aus Schweden (die Linie von Ryan sollte beibehalten werden). Mit Toivo lernte ich einen charmanten Labradorwelpen kennen, der wach, aufgeschlossen und putzmunter war. Bei späteren Treffen in größtem Trubel, Kindergeschrei und nach der Geburt von Ninas Tochter mit fremden Besuchern sei es mit und ohne Hund, meisterte er unbekümmert sämtliche Alltagssituationen. So etwas pfiffiges Schwarzes würde mir auch gefallen...
 
2009 war es dann soweit: ich bekam tatsächlich von Freddy Höfling, dem zweiten wichtigen Standbein in meinem Hundeführerleben, den kleinen "roten Feger" ( schwarzer Welpe mit rotem Markierungspunkt): Darfin of Sinders Stream Valley, kurz Fin. Eine ungemein temperamentvolle Hündin, die einfach für alles zu haben ist und damit genau richtig für mein Leben voller Trubel, Spontanität und Überraschungen.
 
Ich führe ein kleines Ladengeschäft mit Schulbedarf und Wolle. Kleine und große Kinder, Erwachsene und ältere Leute schätzen den Umgang mit meiner Hündin, die bereits als Welpe im Laden großgewachsen ist. Für alle, die mich kennen, ist es daher selbstverständlich, dass ich bei der Auswahl des Deckrüdens neben der gesundheitlichen vor allem auch auf die wesensfesten Eigenschaften geachtet habe. In dieser Frage steht Toivo meiner Fin in nichts nach. Beide haben viel Sinn für Humor und schon bei der Begrüßung am Mittwoch kam mir Toivo mit demselben Grinsen im Gesicht entgegen wie es Fin auch immer tut. Er schnupperte an meinem Hosenbein, schaute mich an und wir waren uns einig. Die Hündin sollte aus dem Auto geholt werden.
 
Da Fin eher zierlich dafür aber gut proportioniert gebaut ist, habe ich mit Toivo einen Partner ausgesucht, der durchaus einiges ausgleichen kann. Gentlemanlike, ruhig und absolut problemlos gestaltete sich auch der Deckakt. Für Fin eine durchaus positive Erfahrung.
 
Gesundheitsmäßig stand er im Frühjahr noch nicht zur Debatte, da Nina erst wenigstens einen Nachkommen untersucht wissen wollte und deshalb von einem Deckakt noch absah. Nun liegt das Ergebnis vor und es gab von Ninas Seite aus das OK. Es war schön zu sehen, dass sich in den ganzen Jahren das Wesen ihres Rüden so wunderbar entwickelt hat. Was die Arbeit unserer Hunde betrifft, sind sich Nina und ich auch einig: wir wissen beide, dass unsere Hunde ausbildungstechnisch sicherlich nicht auf dem Stand sind, wo ihre Qualitäten hingehören würden (hätte doch der liebe Gott die Zeit nicht erfunden, wäre sie auch nicht ständig weg! ) aber im Alltag haben wir die Hunde, die wir nie und nimmer missen möchten und die uns jeden Tag aufs Neue mit ihrer Freude anstecken.
 
Wer das Glück hat, Kinder und Hunde neben Beruf und den damit verbundenen gesetzten Grenzen großziehen zu dürfen, der weiß, wovon ich rede. Umso mehr freue ich mich auf diesen A-Wurf und hoffe auf ebenso lebensfrohe wie arbeitsfreudige Labradore.
 
Anke Bielz
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